INTERROGARE GMBH, BIELEFELD | Marktforschung

Moderne Führung, Kontinuität und frische Impulse

Seit 1999 steht die Interrogare GmbH in Bielefeld für fundierte, innovative Marktforschung in OWL. Mit über 80 Mitarbeitenden in Bielefeld und Hamburg stellt sich das Unternehmen nun neu auf: Die langjährige Marketingleiterin Stefanie Sonnenschein übernimmt als CEO Brand & People Verantwortung in der Geschäftsleitung – und steht für Kontinuität, moderne Führung und frische Impulse.

Stefanie, was hat Dich ursprünglich ins Marketing gezogen – und warum hat Dich das Thema nie wieder losgelassen?

Mich hat Marketing schon immer begeistert, weil es im Kern um Menschen geht: um Verhalten, Motive und Erwartungen – und darum zu verstehen, welche Botschaft bei wem warum wirkt. Gleichzeitig war Marketing für mich nie „nur“ Kommunikation, sondern immer strategische Unternehmensentscheidung: Eine Marke entsteht nicht durch schöne Worte, sondern indem man sie entwickelt, schärft und konsequent nach außen wie nach innen verankert. Diese Mischung aus Strategie, Kreativität und Analyse macht für mich den Reiz aus. Deshalb passen Marketing und Marktforschung so gut zusammen: Ich verantworte unsere Marke und wir liefern mit unserer Forschung die Grundlage für zentrale Marketingentscheidungen unserer Kund:innen. Ich bewege mich gedanklich auf beiden Seiten: Marketing für die Marktforschung und Marktforschung fürs Marketing.

Was ist für Dich „State-of-the-Art“-Marktforschung im Jahr 2026?

State-of-the-Art-Marktforschung 2026 heißt für mich: tief und methodisch anspruchsvoll zu fragen – indirekt und mit impliziten Messungen, um an echte Treiber zu kommen, statt an Ex-post Rationalisierungen. Gleichzeitig muss Research nah an den zentralen Marketingthemen sein: Category Entry Points, mentale Verfügbarkeit, Markentracking, Produktgestaltung und insbesondere Preismanagement – denn dort fallen die harten Entscheidungen. Unser Anspruch ist, Studien so zu designen, dass sie maß geschneidert und passend zu Zielen und Bedarfen unserer Auftraggebenden sind. Marktforschung ist gerade jetzt essenzieller denn je, weil sich Menschen, Meinungen und Verhalten rasant verändern – und weil man Kund:innen nur versteht, wenn man nicht vermutet, sondern ihnen wirklich zuhört.

Was kann KI heute im Research-Kontext wirklich gut und wo wird sie überschätzt?

KI ist in der Marktforschung dann besonders stark, wenn sie hilft, schnell von „viel Material“ zu „klarer Struktur“ zu kommen – etwa beim Clustern offener Antworten. Auch als Produktivitäts-Booster bei wiederkehrenden Aufgaben wie Standardauswertungen oder der Erstellung von Charts ist sie wertvoll. KI nimmt Fleißarbeit ab und schafft Tempo, damit mehr Zeit für das Wesentliche bleibt: Interpretation, Kontext und handlungsorientierte Empfehlungen. Überschätzt wird KI, wenn man erwartet, dass sie echte Daten ersetzt. Modelle formulieren überzeugend, auch wenn sie falsch liegen. Besonders spannend ist daher der Einsatz unserer Qupas, die wir mit den KI-Experten von ohja.ai entwickelt haben: quellenbasierte, personalisierte Avatare, mit denen man in natürlicher Sprache „mit Marktforschungsdaten sprechen“ kann. Statt Insights in Foliensätzen oder Dashboards zu suchen, können Kolleg:innen aus Produkt, Vertrieb, CX oder Management direkt nachfragen – etwa warum Marke A emotional besser passt als Marke B oder welche Situation einen Kauf triggert. Entscheidend ist: Qupas erfinden nichts, sondern basieren auf echten Antworten realer Befragter – kombiniert aus quantitativer Basis und qualitativem Deep Dive. So haben Erkenntnisse der Marktforschung mehr Impact in Entscheidungen.
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