VON HAGEN DESIGN, BLOMBERG| Experiential Spaces by Von Hagen

Messestandfotografie des von Hagen Messestandes zur EuroShop 2026 in Düsseldorf

Von Nepal verzaubert – wie ein besonderer Messeauftritt nachhaltige Wirkung erzeugt

Mehr als 81.000 Besucher, fünf Tage voller Retail-Innovation – und ein Messestand, über den auf der EuroShop 2026 in Düsseldorf besonders viel gesprochen wurde: der Auftritt von Hagen. Auf der Weltleitmesse des Handels aus der Masse herauszustechen, ist schließlich keine Kleinigkeit. Die von Hagen GmbH aus Blomberg entwickelt weltweit Messe- und Markenräume, die Aufmerksamkeit schaffen – von Tradeshow-Konzepten über Branded Environments bis hin zu digitalen Aktivierungen und Displays. Neben dem Stammsitz in Lippe betreibt das Unternehmen weitere Standorte in Kielce/Polen und Las Vegas/USA. Wir haben mit Axel von Hagen, Geschäftsführer der von Hagen GmbH, über Kunst aus Nepal, schwebende Steine, LED-Technologie und das Geheimnis nachhaltiger Messeauftritte gesprochen.

Herr von Hagen, die EuroShop gilt als die weltgrößte Handelsmesse. Was war Ihr Anspruch für 2026?

Wir wollten nicht einfach einen Stand bauen, sondern einen Raum schaffen, der Menschen berührt. Wir wollten zeigen, was möglich ist, wenn Architektur, Kunst und Technologie wirklich zusammenfinden und nicht nur nebeneinander existieren. Mit rund 70 Quadratmetern hatten wir eine überschaubare Fläche. Was wir daraus gemacht haben, war alles andere als überschaubar.

Das klingt nach einem klaren Konzept. Wie ist es entstanden?

Den Ursprung bildet eine sehr persönliche Begegnung. Auf meiner Reise nach Nepal lernte ich den Fotografen Kishor Kayastha kennen. Seine Mustang-Panoramen sind atemberaubend. Gemeinsam mit seinen Werken und denen seiner Frau Meena sowie unserem Kreativpartner Chris Wendel ist die Idee des schwebenden, umgedrehten Bergs entstanden. Der Stein, der an feinen Seilen in unseren CI-Farben unter der Hallendecke schwebte, war eine direkte Übersetzung von Landschaft in Architektur. Natur trifft Technologie. Tradition trifft Innovation. Die Welt steht Kopf.

Welche Rolle spielte Technologie bei diesem Konzept?

Eine zentrale, aber dienende. Unsere oneled®- Lösungen inszenierten die Fotokunst von Kishor mit höchster Präzision. Eine 7 × 4,5 Meter große LED-Rückwand zeigte seine nepalesischen Panoramen – absolut eben, beinahe wie eine bedruckte Stoffwand. Viele Besucher standen davor und versanken regelrecht in diesen Bildern. Das war ein bewusster Kontrast zu den meist sehr schnellen LED-Animationen an anderen Ständen. Eine fünf Meter hohe transparente oneledFLOW prägte die linke Standseite und schuf räumliche Tiefe, ohne das Gefühl von Offenheit zu nehmen.

Was macht die oneledWALL zu Ihrem Bestseller?

Sie ist einfach genial in der Handhabung. Bis zu vier modulare Stelen ohne externen Zuspieler, Pixel Pitch von 1.5 mm, Contentwechsel per App via WLAN in Sekunden. Unsere Monteure können sie nach kurzer Einweisung eigenständig installieren. Kein teures Medientechnikpersonal vor Ort. Das bedeutet reduzierte Kosten und maximale Flexibilität. Genau das, was der Markt heute braucht. Mittlerweile ist die oneledWALL bis in die USA im Einsatz.

Viele Besucher beschrieben den Stand als besonderen Rückzugsort. Wie haben Sie diese Atmosphäre geschaffen?

Wir haben bewusst auf tibetische Musik gesetzt, offene Gesprächszonen geschaffen und einen halboffenen Besprechungsraum integriert. Die transparente LED-Wand bot Rückzug, ohne die Offenheit zu nehmen. Viele Besucher haben uns gesagt, sie hätten sich dort erholt – das klingt vielleicht banal, ist aber ein riesiges Kompliment inmitten einer vollgepackten Messehalle. Einige haben spontan Video Statements aufgenommen und ihre Eindrücke in den sozialen Medien geteilt.

Sie wurden als Finalist für den EuroShop Award nominiert. Was bedeutet Ihnen das?

Es ist eine schöne externe Bestätigung, dass das Konzept nicht nur uns selbst begeistert hat. Aber ehrlich gesagt war die Reaktion der Besucher die größte Auszeichnung. Wenn Menschen meditativ vor einer LED Wand stehen und in nepalesische Weiten eintauchen – das ist der eigentliche Award.

Wie hat sich die Gesprächsqualität im Vergleich zu 2023 verändert?

Deutlich. Nicht nur die Frequenz ist gestiegen, sondern vor allem die Qualität und Internationalität. Wir haben mit Vertretern großer globaler Marken ebenso gesprochen wie mit Menschen, die mit innovativen Retail-Konzepten am Markt sind. Konkrete Projektanfragen haben signifikant zugenommen. Und – was mich besonders freut – auch Mitbewerber haben das Potenzial partnerschaftlicher Lösungen erkannt. oneled® löst klassisches Konkurrenzdenken auf.

Wie sorgen Sie dafür, dass der Messeauftritt nachhaltig wirkt?

Durch Nachhaltigkeit auf mehreren Ebenen. Unser „von Hagen Morning Brew“ am vorletzten Messetag brachte Partner und Interessenten bei Kaffee und Croissants zusammen – Networking in Ruhe statt im Lärm der Hallen. Internationale Gäste luden wir ein, ihren Aufenthalt zu verlängern und unser Headquarter in Blomberg zu besuchen. Und: Der schwebende Stein zieht in unseren neuen Showroom „THE GRAVITY“ ein und wird dort Mittelpunkt eines Erlebnisraumes. Die Messe endet – die Beziehungen nicht.

Was nimmt von Hagen Design aus Düsseldorf mit?

Die Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unsere Entwicklung der letzten Messeauftritte zeigt eine klar ansteigende Kurve. Von der Planung über Projektmanagement, Grafik, Produktion, Lagerung, Medientechnik, Logistik bis zur Montage – wir bieten alles aus einer Hand und schaffen damit nahtlose Abläufe und nachhaltige Markenpräsenzen an jedem Ort der Welt. oneled® trifft den Nerv der Branche. Und Nepal hat uns alle ein bisschen verzaubert.

EUROSHOP 2026 – ZAHLEN & FAKTEN

  • 81.000 + Besucher aus aller Welt
  • 1.840 Aussteller international
  • 70 m² Standfläche von Hagen
  • 300 + Gespräche mit Entscheidern

www.vonhagen.net
www.oneled.net