13. Oktober 2026 | IMA Innovationsmanufaktur Gütersloh GmbH, Langer Weg 7b, 33332 Gütersloh
Don’t build a personal brand. Build associations.
v.l.: Bastian Rölfing, BR Productions, MPIO Sprecher Luis Denninghoff des Marketing Club Ostwestfalen-Lippe e. V. und Referentin Marie-Christin Pauls (Foto: Sarah Jonek)
(Gütersloh, 13. Oktober 2026) Unsere MPIOs -Marketing Pioniere OWL – haben eingeladen. Und dementsprechend jung sind die Gäste in der IMA Innovationsmanufaktur Gütersloh GmbH. Auch die Atmosphäre ist noch etwas lässiger als bei anderen Veranstaltungen. Die Pizza gibt’s ganz unkompliziert vorab und gute Gespräche sowieso. Bei der kurzen Begrüßung durch den MPIO-Sprecher Luis Denninghoff wird klar, warum so viele der Einladung gefolgt sind: „Personal Branding betrifft jeden.“
Das kann Marie-Christin Pauls, die Referentin des Abends, nur unterstreichen. Zunächst stellt sie kurz ihren eigenen Werdegang und ihren Bezug zum Thema da. Marie-Christin Pauls hat Medienpsychologie studiert, anschließend in Berlin bei einer Influencer-Agentur Influencer gemanagt. Seit 2022 hat sie mit ihrem eigenen Unternehmen Marken rund um Persönlichkeiten gebaut – von Profisportlern bis zur CEOs. Aktuell legt sie den Fokus ganz auf Profi-Sport und steht kurz vor dem Umzug nach München, wo sie Fußballer Jonathan Tah in Sachen Social Media berät. Ihr Ansatz verbindet Strategie, Psychologie und Storytelling, und ihr Credo ist klar: Der Mensch hinter der Leistung steht im Mittelpunkt.
Deshalb gibt sie den ZuhörerInnen vor ihrem Vortrag eine Frage mit auf den Weg: „Was soll über euch hängenbleiben, welche Assoziationen soll ich haben?“ Personal Branding bedeutet für die Medienpsychologin „die bewusste, konsistente Kommunikation dessen, wofür Du ohnehin schon stehst. An diesem Abend geht es nicht um LinkedIn-Hacks, Posting-Frequenzen oder darum, dich in eine Nische zu quetschen, bis nichts mehr von dir übrig ist. Es geht um die Frage, die vorher kommt: Welche drei Dinge sollen Menschen mit deinem Namen verbinden?“
Das Modell, mit dem sie selbst auf dem Weg zur Personal Brand arbeitet, setzt auf drei Bereiche: Substanz und die Frage: Worin bist Du wirklich gut? Story: Was macht Dich unverwechselbar? Und Sichtbarkeit: Wo und wie zeigst Du Dich? Ihre These: „Positionierung ist kein Käfig, sondern ein Rahmen.“ Ihr eigener Rahmen bildet sich aus den Überschneidungen von Medienpsychologie, Sport und Storytelling. Um diese Positionierung in die Praxis umzusetzen, helfen drei Leitfragen: Wofür möchte ich bekannt sein? Welche Perspektive kann nur ich beitragen und wofür möchte ich in Erinnerung bleiben? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, folgt für die Referentin der Schritt in Richtung Content. Was gleich zu den häufigsten Stolpersteinen überleitet: andere zu kopieren, posten bevor Substanz und Story klar sind und zu früh aufgeben.
Ganz schön viel Input, der zu einigen interessierten Rückfragen führt. Danach folgt der praktische Teil. Die Aufgabe: Build your Personal Brand Blueprint. In Vierergruppen sollen sich die Teilnehmenden ihr Statement zur Positionierung erarbeiten. „Ein Satz, der zeigt, für wen Du da bist, was Du bewirkst und wofür Du stehst“, so Marie-Christin Pauls. Nach dem regen Austausch in der Gruppe –bei dem sie natürlich für Fragen offen ist – folgt ein Peer-Feedback: Zweierteams lesen sich ihr Statement vor und tauschen sich aus. Und so geht das Ziel der Veranstaltung für die Medienpsychologin auf: „Du gehst mit einem Ergebnis raus, nicht mit Notizen.“
Text: Stefanie Gomoll, freie Redakteurin, stefanie.gomoll@tips-verlag.de
Fotos: Sarah Jonek, www.jonek-fotografie.de






































